headline reisberichte

ZIMBABWE

Mana Pools und Lake Kariba  (November 2010)

Ein Blick aus dem Fenster auf das nasse, trübe und kalte Wetter lässt meine Gedanken schweifen und Erinnerungen an die vergangene Afrika Reise werden präsent.

Die schnelle und unkomplizierte Einreise in Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe; die Sicherheitskontrolleure, die sich - obwohl es beim Durchschreiten der Maschine akkustisch anschlägt - mit meiner Erklärung zufrieden geben, dass es weder in Zürich noch in Johannesburg gepiepst hätte.

Unvergesslich die Kajak Fahrt im Mana Pools Nationalparks beziehungsweise auf dem mystischen Zambezi Fluss. Das Manövrieren um die unzähligen Flusspferde; eine Statistik besagt, dass auf diesem Flussabschnitt alle 10 Meter ein Krokodil und gar alle 4-5 Meter ein Flusspferd zu finden sind! Ganz schön viele! Die vom Paddeln müden Armmuskeln, die sich auf den spannenden und lehrreichen Fusssafaris durch den Park erholen können. Die herzliche Begrüssung von der vorausfahrenden Crew, die uns nach einem schweisstreibenden Tag am Ufer begrüsst und bereits Wasser für eine willkommene Dusche bereit hält. Ganz zu schweigen von der komfortablen Infrastruktur, die extra für uns errichtet wurde - Iglu Zelte mit Feldbetten und mit Duschgelegenheit, eine ganze Busch-Küche, schön gedeckter Esstisch... nicht mal eine Bar fehlte...!

Erneut läuft mir ein Schauer den Rücken hinunter, wenn ich an „Miss Grumpy“, die Elefantenkuh denke. Sie scheint mit Fahrzeugen schlechte Erfahrungen gemacht zu haben! Automatisch drückt jeder Autofahrer das Gaspedal etwas tiefer, um schnellstmöglich etwas Distanz zu dieser Lady zu bekommen. Wieder erlebe ich das Hochgefühl am Ende der Kajak Safari und das unverschämte Glück, an diesem Tag 2 Leoparden und 24 Wildhunde zu sehen. Die Schrecksekunde, als ich vor meiner Unterkunft im Ruckomechi Camp sitze und die Aussicht auf den Zambezi Fluss plötzlich von einer massiven, grauen Wand verdeckt wird… und zwar von einem nur knapp 3 Meter entfernten Elefanten auf der Suche nach den Hülsenfrüchten des Ana Baumes.

Ich denke an das Erfolgserlebnis, als ich während unseres Ausfluges mit dem Hausboot auf dem 280 km langen Kariba Stausee den ersten essbaren Fisch an der Angel hatte. An die vielen Krokodile, die im Mondlicht lautlos um unser Schiff die Kreise ziehen und deren Präsenz auch tagsüber ein Bad im See zu einem wahrscheinlich letzten Vergnügen machen würden. Eingeprägt hat sich der Sternenhimmel, der betörende Duft des blühenden Jasmins und der Geruch von vorbeiziehendem Wild.

Das Jucken eines letzten Tsetse Fliegen Stichs reisst mich aus den Gedanken an die manchmal schier unerträglich heissen Temperaturen in Zimbabwe und bringt mich zurück in die Realität. Zimbabwe ist trotz aller politischen Misere immer noch eine Reise wert!

(Nicole Wilhelm)
  Kajak Mana Pools

elefant close encounter


Elefanten am schwimmen im Lake Kariba

Hafen Lake Kariba

Hippo

Leopard mana Pools

Mana Canoe & Walking Camp 

Matusadona Nationalpark 

Sunset Lake kariba 

Waterbucks along Zambezi 

Wild Dog Mana Pools